
feine Schreiberei
Wie ein Spaziergang durch die Natur, verbunden und verwoben, geerdet und in luftigen Höhen, finden Sie hier Poesie und Texte. Gedanken zu Gefühlen und Worten die das Erleben, das Spüren oft greifbarer machen - inspiriert vom echten Leben und von echten Menschen.
erste Schritte
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der erste Schritt: Mut und Überwindung
der zweite Schritt: Herzklopfen und Neubeginn
der dritte Schritt: Unsicherheit und kein Zurück
der vierte Schritt: Gefallen finden und Sicherheit
der fünfte Schritt: erzählen, sortieren und verstehen
der sechste Schritt: weinen oder lachen oder beides
der siebente Schritte: sortieren, aufräumen und umstellen
der achte Schritt: alles umwerfen und nochmal anfangen
der neunte Schritt: sortieren und weinen und lachen und schreien
der zehnte Schritt: was hab` ich vor dem ersten Schritt gemacht?
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kawi

frühlingelingeling
es lingelt in der früh
helles licht durchflutet den raum
es lingelingt am tag
unter der erde regt sich etwas
klein und fein
behutsam
welch fülle bunt und leuchtend
dort verborgen schlummern mag
kein gezeter, nur gezwitscher
aufbruchsstimmung
lingelingeling
was kalt und rau
auf wiedersehen
ist an der zeit für aufbruch
mut und neubeginn
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kawi

Ich öffne die Schranke
und sage NEIN!
Ich ziehe die Grenze und lande
Ich zücke mein Schwert
und tanze
​
kawi
Sonne auf meiner Haut,
Wärme in meinem Herzen.
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Sanft streichelt der Wind
über mein Gesicht,
und flüstert mit leise zu:
alles, wird gut.
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Die Natur erwacht,
und schenkt uns Vertrauen.
Nichts ist starr, alles bewegt sich,
oft auch für uns
unsichtbar.
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So geht das Leben seinen Lauf,
wir folgen ihm.
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Innehalten, atmen, gedankenfrei sein.
Aussteigen, genießen.
Vertrauen, Mut fassen, Kraft schöpfen.
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Nährende Quellen aufsuchen
und seine Lebenskraft
aus sich selbst speisen.
kawi

durch dich
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ich berühre dich
und spüre eigentlich mich
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du siehst mich an
und ich sehe mich
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ich erkenne deine grenzen
und stoße oft an meine
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dein lächeln lässt mich erinnern
und spiegelt mein kleines ich
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dein pures sein verändert mich
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dein sein
ein abzug meiner sehnsucht
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dein sagen, dein tun
erfüllen und nähren mich zutiefst
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dein strahlen berührt mich innerlich
und macht mich so verletzlich
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mein mamasein tut ganz oft weh
denn wenn ich dir so in die augen seh´
und über dein haare streich´
berührt deine seele meine
bin ich zutiefst glücklich
dankbar
und ebenso verwundbar
und verletzlich
​
kawi
Sommer
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frische Brise
Sand und Meer
Berge, Seen
was sehen,
Ausblick, Einblick,
gibt was her
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Spritzer, Eis
Gedankensegeln
mal alles laufen lassen
um in mir wieder was zu bewegen
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Augen schließen
und verweilen
mal genießen,
nicht beeilen
mal auslassen
mit Freigabe zum Heilen
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im heißen Sand mit meinen Füßen,
in die Kühle graben
was tiefer drunter
mal begrüßen
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fühlen, recken
Wolken schmecken
tiefseeltauchen
mehr entdecken
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Sommer:
Hitze des Gefechts
nehm´ mich zurück
und komm` hervor,
spür´ mich
ehrlich und so echt
ist das denn schon sommerglück?
​
kawi​​​​
​

und ich frag`mich:
warum sind manche Tage
so voll und zeitgleich
so leer
was treibt mich an
und irgendwie leb´ ich doch
eher neben mir her
so viel Fülle, so viel Leere
so verschieden
und doch eint beides
die Schwere
ich möchte ausbrechen,
weglaufen
und mich mal nicht mit allem
zusammenraufen
dann stell`ich mir vor
wie`s wo anders beginnt
und mit einem Mal
alle Last von mir nimmt
ich steck` so fest in diesem Dreck,
doch so sehr ich mich abmüh`
ich komm`
jetzt nicht weg
gefühlt wird alles zu eng,
es zieht und drückt
an allen Enden und Ecken
ich möchte`doch endlich raus
und doch mich auch verstecken
doch vor dem Neuen
wird mir ganz angst und bange
ohja
ich kenn dich
du Angst
begleitest mit schon lange
es zerrt und zieht
von einem zum andern
vom andern zum einen
und wenn`s da so spannt
ist mit oft nur zum Weinen
ich halt`s noch aus,
aber nicht mehr fest
wann`s wohl so weit ist,
das in mir etwas Neues
wohl zulässt?
​
kawi

Novemberherz
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wie Nebelschwaden
eingehüllt
irr` ich in dunklem Licht umher
tauch ein ins Grau in Grau
verschwimmt vor mir
das Kerzenmeer
fein schummrig
wohlig
und mit Wehmut
zieht`s mich zum Lichte hin
watteweich umhüllt es
mich
es schützt, es hält
mich innerlich
wo drinnen tausende Gedanken
gefüllt mit Sehnsucht und Lebendigkeit
im Schutz der dunklen Jahreszeit
kommt trüb und scharf der Schmerz
​
Novemberherz
​
kawi



tannengrün
lichterglanz
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dankbarkeit
seelentanz
​
ungeheure
abenteuer
​
klopfen an
nebenan
​
spiegelbild
oh wie wild
​
wenig angst
viel mehr mut
​
wage mehr
steht mir gut
​
kawi
